Ein gebrauchtes Jahr…

Ein gebrauchtes Jahr…

Schaut man sich die Strava Jahreszusammenfassung an, könnte man meinen, dass ich eigentlich ganz zufrieden sein müsste. Eigentlich ist hier das Zauberwort!

Eigentlich müsste ich zufrieden sein, denn ich habe mein Jahresziel von 2.000km wieder einmal geknackt. Hätte ich dieses nicht im April bereits von 2.500 auf eben diese 2.000km reduziert… Der Grund hierfür war meine „Verletzung“ im Rahmen des 6h-Laufs in Münster. Letztlich nichts Gravierendes, nur etwas, was mich beim Laufen einfach behindert und letztlich geraume Zeit in eine erzwungene Ruhephase getrieben hat. Die hintere rechte Oberschenkelmuskulatur hat was wegbekommen und das merke ich -trotz intensivster Trainingsreduzierung und Schonung- bis heute.

Mein toller Laufcomputer – Uhr kann man das Teil ja kaum nennen- wertet auch die Verteilung der Belastung rechts/ links beim Laufen aus und zu „Hochzeiten“ habe ich im Verhältnis 40/60 belastet und das so ziemlich unterbewusst. Aktuell bin ich wieder bei 49/51, leicht schwankend, aber wenn ich Probleme beim Laufen habe, dann macht sich der Muskel bemerkbar, was tatsächlich bis ins Knie herunter zieht.

Unzufrieden bin ich auch, wenn man sich einfach mal anschaut, wie Wettkampfaktiv ich in den letzten 2 Jahren war und was im vergangenem Jahr zu Buche schlug. Wettkämpfe sind halt das Salz in der Suppe. Auf meinem Niveau geht es ja nicht um Treppchenplätze oder ähnliches. Hier geht es einfach darum, die Stimmung aufzusaugen und sich auch ein Stück weit Motivation abzugreifen. Wer trainiert schon gerne ohne Ziel? Aber auch da kan man die Wettkampfteilnahmen an einer Hand abzählen. Ok, geschenkt, denn meist war mir die Familienzeit einfach wichtiger! Dieses Jahr hatte es mit zwei Hoteleröffnungen und viel Arbeit unabhängig davon auch beruflich so ziemlich in sich. Da galt es Prioritäten zu setzen.

Aber ich kann auch auf Positives zurückblicken… Da wäre beispielsweise ein Sieg der Vernunft beim Berlin Marathon und dass die Serie trotz aller Widrigkeiten noch immer aktiv ist… Das lässt mich auch mit etwas läuferischem Stolz zurück auf das Jahr 2016 blicken. Ich habe wieder Dinge vollbracht, die nicht jeder zugetraut hat.

Ich kann auch mit Stolz auf Jan-Oles ersten offiziellen Lauf schauen, und hoffen, dass ich auch 2017 wieder mit ihm und Finn gemeinsam laufen darf.

Es gibt allerdings auch Dinge, die ich nicht verstehe: so war ich beispielsweise fest davon überzeugt, mich für die Bremer Winterlaufserie 2017 angemeldet zu haben… Wie ich gestern feststellen musste, habe ich das anscheinend geträumt, denn ich stehe weder in der Teilnahmeliste, noch finde ich eine entsprechende Abbuchung der Teilnahmegebühren. So etwas merkt man natürlich auch erst nach Meldeschluss… Dafür habe ich mich aber in einem Anfall von Dummheit für den SWB-Marathon 2017 angemeldet…. Sollte ich da etwas verwechselt haben?

Auch wenn es nach Jammerei klingt und wahrscheinlich auch ist: Das Jahr 2016 brauche ich ehrlich gesagt kein zweites Mal, so dass ich mir für 2017 eine deutliche Verbesserung wünsche. Allerdings gestaltet man ja einen nicht unerheblichen Teil seines Lebens selbst und so werde ich mir alle Mühe geben, dazu beizutragen, nächstes Jahr zu dieser Zeit einen etwas positiveren Bericht schreiben zu können.

Dazu beitragen soll natürlich auch wieder das Setzen realistischer (sportlicher) Ziele… Folgendes habe ich mir für nächstes Jahr vorgenommen:

  • 2.500 Laufkilometer
    Die 2.500km habe ich im Vorjahr (2015) geknackt und das wird mir auch 2017 wieder gelingen!
  • 1.000 Kilometer Radfahren
    Ich habe mir extra ein schönes Fahrrad besorgt. Explizit um auch regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fahren zu können. Das werde ich in 2017 regelmäßig tun.
  • 1 Marathon-Finish
    Angemeldet bin ich ja seltsamerweise schon für den Bremen Marathon… Das sind schon einmal mindestens 10% Zielerreichung 🙂
  • 1.700 Streaktage
    Dafür muss ich ja ’nur‘ immer weiter laufen, wobei ich dankbar für jeden Tag bin, an dem ich das tun darf. 🙂

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