7 Tage – 7 Läufe

7 Tage – 7 Läufe

Nachdem ich am letzten Sonntag erstmalig seit Monaten wieder die 20km angegriffen habe, durfte ich in den letzten sieben Tage sieben Läufe erleben, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten!

Vorletzten Samstag bin ich am Abend noch einmal fünf -für meine Verhältnisse sehr schnelle Kilometer- gelaufen. Das sollte sich dann am letzten Sonntag beim geplanten langen Lauf doch etwas rächen. Gerade die ersten Kilometer fielen mir deutlich schwer. Aber nachdem ich ins Rollen gekommen bin, lief es dann doch ganz gut. Ich hatte mir bewußt eine Strecke ausgesucht, die mich entlang von Hauptstraßen (am Sonntagmorgen um 07:00 Uhr ist da trotzdem nix los) führte. Nur für den Fall, dass ich das dann doch abbrechen und die Family mich einsammeln muß. Dann ist das sicherlich leichter, als mich irgendwo in der Botanik zu suchen! Geplantes Scheitern? Nein, definitiv nicht. Einfach nur eine angemessene Vorsichtmaßnahme vor dem Hintergrund meines persönlichen Empfindens. So ab Kilometer 18/19 meldeten sich dann die unteren Extremitäten mit dem Hinweis, dass man doch bereits am gestrigen Tage Spaß gehabt habe. Man müsse das ja auch nicht übertreiben!

Diesen Schweinehund kennt glaube ich jeder Läufer. Aber gelaufen ist gelaufen!

Auch ein Täglichläufer muss mal pausieren!

Am Morgen des nächsten Tages sagte mir mein innerer Suffer Index, dass definitiv nur eine Mindestdistanz drinne ist. Also kurz getreten und ein minimales aktives Regenerieren angesetzt. Tatsächlich taten mir die banalen 2 Kilometer doch deutlich weh. Laut Trainingsplan war eh ein Ruhetag angesetzt und die Mindestdistanz  ist ja quasi eine eine Laufpause…

Fahrtenspiel

Mein freundlicher Trainingsplan sah für Dienstag ein Fahrtenspiel, also ein Lauf mit wechselnden Geschwindigkeiten, vor.


Allerdings bin ich dann doch eher schneller unterwegs gewesen, als ich erwartet habe. Die Pacewechsel habe ich wohl jeweils etwas kurz gehalten. Daraus resultierte dann eher ein Profil eines Tempolaufs (man beachte bitte den Maßstab, alles sub 6:00/km) ist für mich Tempo…). Da ich gefühlt den 20er noch nicht verdaut habe, habe ich mir dann einen weiteren Ruhetag gegönnt und den Traningsplan Trainingsplan sein lassen… Hilft ja nicht, sich kaputt zu laufen! Vormittags ging es dann für mich in Richtung Sylt. Nicht Urlauben, sondern ab zur Arbeit…

Sturmlauf


Nach einer kurzen Nacht war der Plan, ca. 60-70 Minuten zu laufen und darin ca. 30 Tempo-Minuten zu versenken. Und da ich auf meiner Lieblingsinsel weilte, die sich eher durch Fläche Laufstrecken auszeichnet, sollte das kein Problem sein. Aber da sich schon die Fahrt auf die Insel als windiges Unterfangen entpuppt hatte, sollte es pünktlich zu meinem Morgenlauf nicht besser sein! Wind aus Südwest mit ~45 km/h… Klasse. Zumindest die ersten Kilometer. Bei denen hatte ich Rückenwind und das fühlte sich recht gut an. Dann folgte aber der Tempoteil mit Gegenwind. Jesses… Was für ein Mist! So schön Landschaft und Meerblick auch sind, Spaß hat das nur bedingt gemacht. vorallem, weil ich kurz vor dem Ziel noch in einen Hagelschauer geraten bin! In Summe sicherlich ein wertvoller Lauf, aber einer mit negativen Erinnerungen. Gemacht ist gemacht!

Am Freitag war die Devise dann eher TROTZDEM Laufen. Zur Abwechslung gab es mal wieder einen ganz normalen Standard-Lauf, die Thünen-Runde. Entspannt und ohne großartig auf die Uhr zu schauen.

Ausschlafen

Am Samstagmorgen wollte ich eigentlich eine weitere Standardrunde folgen lassen. Tja… Wenn da die Snooze-Taste am Wecker nicht wäre! Ein paar Mal zu oft gedrückt, und schon war der Zeitplan des Tages hinüber. Dieses Mal ging es zu Lasten des geplanten Laufs. Mindestdistanz war aus Zeitgründen angesagt.

Reise nach Egypten

Heute Morgen gab es dann endlich mal wieder einen Lauf mit Sonnenaufgang. Nach der obligatorischen Gassi-Runde mit Kalle und Bayo, habe ich mich auf gemacht, den nächsten langen Lauf gemeinsam mit Bayo zu bestreiten. Geplant hatte ich, die von mir sehr gerne gelaufene Oyten-Süd – Embsen – Borstel – Bassen – Bockhorst – Sagehorn – Oyten-Süd Runde zu laufen. Ungefähr 21 Kilometer… Die Runde lief so richtig gut und ich bin ganz entspannt auf oben beschriebener Strecke unterwegs gewesen. Bis ich in Bassen ankam… Dort fiel mir ein, dass ein Freund heute Geburtstag hat. Ursprünglich hieß es, dass wir doch am Nachmittag auf einen Kaffee vorbeischauen sollten, aber heute Nachmittag war schon die Familienfeier anläßlich des Geburtstages von Jan-Ole geplant. Daher beschloss ich spontan, meine Laufstrecke zu verändern und in Bassen in Richtung Ottersberg statt Oyten abzubiegen. Per Facebook-Messenger kurz geklärt, ob schon alle wach sind und ob es wohl einen Kaffee für mich gibt. Es hat wohl niemand damit gerechnet, dass ich tatsächlich vorbeigelaufen komme. Dem entsprechend erstaunt war der Gesichtsausdruck. Ich habe dort eine kleine Kaffeepause eingelegt und bin dann auf direktem Weg nach Hause gelaufen. Der kleine Geburtstagsgratulationsumweg hat mir dann 23,8km für die Wochenstatistik eingebracht.

Insgesamt war es eine richtig schön abwechslungsreiche Laufwoche! Nebenbei: Da heute Monatsende ist: Insgesamt sind es diesen Monat 202km für das Jahresziel von 2.600km gewesen….

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