Oldenburg Marathon 2016

Oldenburg Marathon 2016

Manchmal ist Spontanität von Vorteil, manchmal geht das Ganze auch nach hinten los. Vor einer Woche las ich bei Racebooker Rainer, dass er gesundheitlich Bedenken hat bzgl. seines Starts am Sonntag. Da ich schon häufiger mit Rainer Halbmarathons gelaufen bin, habe ich neugierig nachgefragt, worum es geht… Oldenburg Marathon war das Thema. Die Veranstaltung hatte ich so gar nicht auf dem Zettel und sie kam auch nicht so wirklich auf diesen.

Bis ich am Samstagnachmittag bei Facebook gelesen habe, dass Dirk überlegt, dort spontan beim Marathon zu starten. Dirk wohnt nur ein paar Straßen entfernt und man könnte ja zusammen fahren. Marathon wollte ich nicht, da nächste Woche ja der Zeitsprung ansteht – wobei, dass Dirk nächste Woche in Remscheid den Röntgenlauf rocken will, hat ihn auch nicht abgehalten… Mich schon! Ich bin ja vernünftig! Eigentlich wollte ich heute zuhause noch einmal 20km laufen, so für den Kopf, aber die Erfahrung der letzten Wochen hat mich befürchten lassen, dass ich mich noch einmal umdrehe und dann doch nur 5km laufe… Somit bin ich dann gestern am späten Nachmittag auf die Idee gekommen, den Sonntagslauf etwas verbindlicher zu gestalten. Also mit Dirk verabredet, dass wir um 07:30 Uhr in Richtung Oldenburg starten und vor Ort nachmelden.

Gesagt, getan und wir waren pünktlich unterwegs und trafen absolut zum richtigen Zeitpunkt in Oldenburg ein. Die Anmeldeformalitäten waren ruckzuck erledigt, ich konnte mit meinem Chip starten. Den ersten Racebookern liefen wir auch direkt im Rahmen der Startunterlagenabholung in die Arme. Ich wollte eigentlich noch kurz die Örtlichkeiten aufsuchen, musste aber feststellen, dass überall viel zu lange Schlangen standen und entschieden, dass es bestimmt auch unterwegs noch ein Dixi geben wird, sollte das Bedürfnis dramatischere Formen annehmen.

Racebooker in OldenburgNach dem obligatorischen Racebooker-Photo vor dem Start ging es auch direkt in die Startaufstellung und nach ein paar warmen Worten durch den Veranstalter und den Oldenburgen Oberbürgermeister ging es auch schon auf die Strecke. In Oldenburg gibt es einen echten Massenstart: 10km-, Halbmarathon-, Marathonstaffel- und Marathonläufer starten gleichzeitig, wobei die 10km-Läufer direkt nach dem Start auf einen anderen Kurs umgeleitet werden. Somit war es zunächst recht voll, verteilte sich aber dann auch fix.

Ich bin ganz entspannt in den Lauf hineingekommen und habe die 4:00:00- Pacerin der Marathonis  die ganze Zeit auf Sicht gehabt. Lief bei mir. Irgendwann bin ich auf Jan aufgelaufen, der seinerseits eine Halbmarathon-Novizin auf ihrem Weg ins Ziel begleiten durfte. Ich glaube, er hat die Aufgabe mit Bravour gemeistert, wenn ich die Nachberichterstattung richtig interpretiere. Wir haben kurz geklönt und dann bin ich weiter. Für mich lief es auch recht gut: es fühlte sich recht rund an und die Pace passte für mich. Ich bin zwar ohne großes Ziel ins Rennen gestartet, kann aber das Rechnen nicht lassen. Unter zwei Stunden sollten relativ problemlos drin sein. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke traf ich noch Carsten, der ’seinen Maratahon in Oldenburg als Vorbereitung für den Zeitsprung nächste Woche lief‘. Auch hier kurz unterhalten und weitergelaufen. Der Abschied war nicht lang, den neuen kurze Zeit später meldete sich mein Wasserwerk. Wer nicht vorher geht, muss halt unterwegs. Also kurz links raus und in die Büsche. Zurück auf der Strecke musste ich mich erneut an Carsten vorbei. Kurz einen Spruch gedrückt bekommen und weiter ging es. Die letzen Kilometer zogen sich dann doch noch etwas, aber mir ging’s super und ich hatte meinen Spaß.

Das lag aber eher weniger an der Strecke. Die fand ich ehrlich gesagt eher mental anstrengend. Es ging durch Wohngebiete ohne großartig Zuschauer am Straßenrand, schade, und über leere Parkflächen eines Einkaufszentrums. Ich persönlich hätte mich nicht dazu aufraffen können, als Marathoni noch eine zweite Runde auf derselben Strecke zu absolvieren.

Gefühlt gingen die letzten zwei Kilometer auch stumpf geradeaus. Zwischendurch ein wenig Kopfsteinpflaster… was man halt so braucht.   Genau genommen hatte ich dann auch die letzten drei Kilometer so keine Lust mehr, so dass ich eigentlich nur noch fertig werden wollte. Was macht man dann? Dann schaltet man einen Gang hoch! Den ganzen Lauf habe ich recht gleichmäßig eine Pace von  ~5:43 Min./km  gehalten. Die letzten Kilometer gingen mit 5:30 bzw. .5:14 Min./km über den Tisch.

Am Ende standen dann 02:00:25 auf meiner Uhr – selbstgestoppt. Ein offizielles Ergebnis gibt es für mich leider noch nicht. Soweit ich das beurteilen kann, sind die Nachmeldungen noch nicht eingepflegt.

Dirk war mit ca. 03:50:00  im Ziel und insgesamt auch zufrieden und so hieß es für uns noch auf Markus zu warten, der mit uns zurück nach Bremen wollte. Markus hatte eine Zeit von 04:10:00 angesagt und als routinierter Marathonläufer hätte ich bei Ihm eine Punktlandung erwartet. Aber Markus kam und kam nicht ins Ziel. Dirk und ich fingen an uns Sorgen zu machen und am Ende des Tages kam Markus mit einer Zeit von über 05:00:00 ins Ziel. Knie-und Muskelprobleme hatten ihn gezwungen, ab Kilometer 36 zu gehen, will sagen zu humpeln. Er hat’s durchgezogen und ich wünsche gute Besserung.

Zusammengefasst: Dies wird zum einen der letzte Oldenburg Marathon insgesamt sein, da der Veranstalter die 42,195 km nicht mehr anbieten wird (zu geringe Teilnehmerzahl, die anderen Strecken sollen weiter bestehen bleiben) und für mich wohl auch die einzige Teilnahme bleiben. Die Veranstaltung war m.M. zwar top organisiert, aber mir hat die Strecke nicht wirklich zugesagt – persönliche Meinung.

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