Polar M400 – Unboxing und erste Eindrücke…

Polar M400 – Unboxing und erste Eindrücke…

Nachdem ich am Wochenende bereits die Versandmitteilung erhalten hatte, hat mich Amazon Prime gestern auch nicht enttäuscht. Nach getaner Arbeit erwartete mich Zuhause bereits ein kleines unscheinbares Päckchen… Inhalt: meine neue Polar M400!

Denjenigen, die hinter dieser Bezeichnung auch ein böhmisches Dorf vermuten sei verraten: Es handelt sich hierbei um eine GPS-Laufuhr oder eine Sportuhr mit GPS und 24/7-Tracking, wie der Hersteller formuliert. Hä? Im Klartext: eine Uhr, mit der ich meine Lauferei messen und dokumentieren kann, die mich beim Training unterstützen soll und so ganz nebenbei aufzeichnet, wie aktiv ich den Tag über so war.

Die M400 ist der kleine Bruder -oder die kleine Schwester?- der V800, der wohl eierlegenden Wollmilchsau unter den Sportuhren. Welche gravierenden Unterschiede gibt es da? Da fällt wohl in erster Linie die Multi-Sportfähigkeit der V800 ins Gewicht, die wie auch immer auch Rad- und Schwimmeinheiten in Verbindung mit Laufeinheiten in einer Session speichern kann… Nochmal HÄ? Will sagen, dass beispielsweise Triathleten mit dieser Uhr ziemlich happy sein dürften. Da ich keiner bin und auch keiner werden will, reicht mir die etwas kleinere Ausgabe der Uhr, die aber mit einem Feature aufwartet, welches die große Schwester -ich habe für mich mal festgelegt, dass diese Teile alle weiblich sind, obwohl es die Laufuhr und der Laufcomputer heißt- nicht bietet:

Sie kostet nur einen Teil der V800.

Und warum sich mit Funktionen belasten, die man nicht braucht. Eine Übersicht der Funktionen und einen Vergleich  der beiden Uhren findet Ihr hier.

So far so good, aber nun erst einmal zur Uhr zurück…

Verpackung und Lieferumfang

Die Uhr kommt in einem kleinen Kartönchen und sieht auf dem ersten Blick recht unscheinbar aus. Ein bisschen friemelig ist das Auspacken schon, denn Polar hat an jeder Ecke der Uhr noch einmal irgendwelche Schutz- oder Sonstwas-Folien angebracht. In der Version, die ich gekauft habe, sind folgende Dinge enthalten gewesen:

die Uhr selbst natürlich
ein USB-Micro-Kabel
ein Polar-Brustgurt aus Textil, recht angenehmes Material
ein Polar H7 Herzfrequenz-Sensor
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Auf dem ersten Blick wirkt die M400  etwas größer als mein Liebchen Garmin FR210. Das Anlegen der Uhr ist allerdings dann schon eher etwas kniffelig. Das Armband ist für meine Begriffe extrem steif und läßt sich nicht ganz so gut durch die Schließe und die -ich nenne das mal- Restarmband-Halterung führen. Wenn man das aber gemacht hat, sitzt das Teil bombenfest. Besser als bei der FR210. Vielleicht auch durch ein kleines Design-Gimmick: Die Innenseite des Bandes ist geriffelt und die Restarmband-Halterung hat innen eine kleine Kante, die in die Riffelung greift. Dadurch verrutscht nichts. Das Material des Armbandes ist sehr angenehm auf der Haut. Was mir sofort positiv aufgefallen ist: Das Armband läßt sich wechseln.

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Einrichtung und Installation

Meine Erwartungshaltung war nach dem Auspacken dann: Einschalten, Anschließen, Konfigurieren, Freuen… und was muss ich feststellen. Dem ist nicht so! Aber nicht zu früh geschimpft! Das lag an mir. Wobei nicht wirklich. Der Hersteller druckt den Hinweis, dass man für das Set-up auf die Seite flow.polar.com/m400 gehen soll ganz einfach offensichtlich direkt auf das Titelblatt der Anleitung. Nicht aber in den Innenteil. Wer liest denn schon das Deckblatt? Also für mich diente das Deckblatt nur zur Identifikation der Sprachvariante, Inhalt habe ich gar nicht wahrgenommen. Nachdem ich meine bessere Hälfte dann von Ihrem Laptop vertrieben hatte, konnte ich dann auch die Seite öffnen und tatsächlich muss man zur finalen Einrichtung und Kopplung des flow.polar.com-Accounts und der Uhr eine kleine Software (Polar FlowSync) installieren. Sobald dies erledigt war, war die eigentliche Einrichtung ein Klacks. Einfach ein paar Fragen beantworten und Daten eintragen und zack fertig. Wirklich gut! Der bequeme Brustgurt zur Herzfrequenzmessung läßt sich ebenfalls mit 2-3 Klicks in der Menüführung der Uhr koppeln…

Synchronisation drahtlos…

Ein Kaufgrund war für mich, dass ich die Uhr drahtlos mit dem Flow-Portal synchronisieren kann. Das funktioniert leider -oder Gott sei Dank, da unabhängiger- kinderleicht über eine App auf dem per Bluetooth verbundenen iPhone (geht wohl auch mit Android-Phones). Die Uhr sendet die Daten der Aktivität an die App und diese leitet die Daten dann an das Portal weiter. Einfach und bequem. Es sind aber nicht nur die Trainingsdaten die synchronisiert werden. Die Uhr ist ja auch ein 24/7-Activity-Tracker und auch diese Daten inkl. Aktivitätsziel und Stand der Zielerreichung werden übermittelt.

Activity-Tracking & Fitnesstest

IMG_0239.PNGFreunde des Polar Loop, Garmin Vivovit, Runtastic Orbit kommen auch hier auf Ihre Kosten. Die Uhr tracked alle Aktivitäten des Nutzers. Die App und das Portal fassen die Daten dann zusammen und geben so einen guten Überblick darüber, wie aktiv der Nutzer den Tag über war. Ein interessantes Gimmick und ich mag das. Man wählt aus welcher Aktivitätstyp man ist und die App setzt ein Aktivitätsziel anhand des aktuellen Fitness-Status. Apropos: Die Uhr kann den aktuellen Fitness-Status des Nutzers ermitteln und somit eine Entwicklung dokumentieren. Die Uhr gibt im übrigen auch Laut, wenn man zu lange inaktiv war… Es wird sogar erkannt, wenn der Träger der Uhr schläft und die Qualität des Schlafs wird bewertet. Fragt mich bitte nicht nach den Kriterien, nach denen die Uhr/ die App bewertet, ob der Schlaf erholsam war oder nicht. Ich sehe das einfach als eine Spielerei, die mir aber aufgrund meiner Veranlagung zur Statistik sehr gut gefällt. Auch die grafische Aufarbeitung finde ich ansprechend. Allerdings „lernt“ die App auch irgendwie… Trotzdem erschreckend, dass ich wohl heute 11h rumgesessen habe…

Training

Im Rahmen des Rumexperimentierens mit dem Flow-Portal habe ich dann auch die Sportprofile entdeckt. Man kann seine Lieblingsaktivitäten nämlich als sogenanntes Profil hinterlegen, so dass man bei Trainingsstart nix großartig mehr einstellen muss. Toll ist, dass man so auch die Anzeige der M400 Sportart-spezifisch einrichten kann. Jeder hat halt so seine Vorlieben, was er/ sie gerne auf dem Display während des Trainings sehe. Ich finde es zum Beispiel super, dass ich die Uhrzeit auf dem Display direkt mit Distanz, Pace und Dauer des Trainings sehe, ohne zwischen einzelnen Ansichten hin- und herschalten muss.

Somit bin ich heute morgen das erste Mal mit meiner neuen Begleiterin auf eine Laufrunde gegangen. Der Start war noch etwas nervig. Die Uhr brauchte fast zwei Minuten, um die GPS-Verbindung herzustellen. Das war nervig, wenn man von der Vorgängerin einen wesentlich schnelleren Connect gewohnt ist. Aber laut Beschreibungen merkt sich die Uhr irgendwie die Satelliten-Daten, so dass bei Start von derselben Stelle, die Verbindung deutlich schneller aufgebaut werden  soll. Ich bin gespannt. Was soll ich zum Lauf selbst sagen. Ich war halt Laufen und die Uhr hat getan, was sie tun sollte. Die Daten aufgezeichnet. Nach Abschluss der Einheit die Synchronisation gestartet und ruckzuck waren die Daten per Bluetooth auf dem iPhone in der App und damit auch im Portal – sofort sehr ansprechend aufgearbeitet. Sehr genial! Leider unterstützen weder das Portal noch die App derzeit direkt ein direktes Posting in Social Media Kanäle, wie zum Beispiel Facebook. Das ist sehr schade und sollte schnellstmöglich eingepflegt werden. Viele Läufer stehen auf eine solche Funktion – meine Wenigkeit eingeschlossen. So bleibt einem nur, dem Link der Aktivität aus dem Portal manuell in Facebook zu posten und dieser Post ist optisch einfach grenzwertig.

Nach dem Training

Nach dem Training kann man seine Daten wirklich weitreichend analysieren. Das Polar Flow-Portal läßt da kaum Wünsche offen… Was mir persönlich fehlt, ist die Möglichkeit einen Streak auszuwerten. Aber das ist wirklich ein Nischenwunsch… aber mich würde es freuen, dies analog zu runningahead dargestellt zu bekommen. Der Kracher aus meiner Sicht ist allerdings die Relive-Funktion des Portals. Man kann seinen Lauf (oder natürlich auch den eines jeden anderen Nutzers, der das freigegeben hat) nacherleben. Man „fährt“ in einem Film auf einer Karte entlang, auf der dann sukzessive Highlights wie schnellste Pace, schnellster Kilometer, etc. eingeblendet werden. Oder aber auch kleine Streetview-Clips wenn verfügbar! Einfach cool…

Erstes Fazit

ich habe mit Sicherheit noch nicht alle Funktionen und Besonderheiten der Uhr beschrieben, aber ein erstes Fazit kann ich auf jeden Fall schon einmal ziehen. Ich würde sagen, da habe ich ein richtig nettes Teil gekauft. Zum Einen tut sie das was sie tun soll -eben das Training aufzeichnen und entsprechend auswerten- und zum Anderen trifft sie total meinen Nerv für technische Spielereien und Gimmicks. Ich werde weiter testen und natürlich berichten, sollte sich mein Eindruck ändern… Aber jetzt werde ich erst einmal dafür sorgen, dass die Uhr etwas zum Auswerten bekommt: meinen Schlaf!

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